Stofflexikon

Baumwolle

Baumwolle wird aus den Samenkapseln der Baumwollpflanze gewonnen und ist sehr strapazierfähig, reissfest und widerstandsfähig gegen Hitze. Baumwolle ist sehr saugfähig; sie kann bis zu 20 % ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Der Nachteil ist jedoch, dass sie nur sehr langsam trocknet. Zudem ist Baumwolle nicht sehr wärmend. Durch Aufrauen kann das Warmhaltevermögen verbessert werden. Baumwolle knittert und kann bei der Wäsche stark einlaufen. Durch Veredelung kann Baumwolle schrumpffrei und knitterarm werden.

 

Leinen

Die Leinenfaser wird aus dem Stängel der Flachspflanze gewonnen. Sie hat eine sehr glatte Oberfläche und ist dadurch matt glänzend, schmutzunanfällig und fusselt nicht. Leinen ist sehr saugfähig und kann bis zu 23 % Nässe speichern, welche sie auch wieder schnell abgibt. Für Sommer- und Tropenkleidung ist Leinen bestens geeignet, da sie die natürliche Klimaregelung des Körpers unterstützt. Leinen ist sehr strapazierfähig und nass noch reissfester als trocken. Durch den Pflanzenleim ist Leinen jedoch steifer und härter als Baumwolle.

 

Wolle

Das Schaf ist der grösste Woll-Lieferant. Nach dem Textilkennzeichnungsgesetz dürfen mit dem Begriff Wolle auch noch feine Tierhaare, zum Beispiel Kaschmir und Mohair (beiden Ziegenarten), Angora (Kaninchenhaar) sowie Alpaka, Lama und Kamelhaare bezeichnet werden. Wolle ist relativ schmutzunempfindlich und hat eine geringe Knitterneigung. Sie weist Wassertropfen ab, kann aber bis zu 40 % Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf aufnehmen, trocknet aber langsam. Wolle kann sehr gut warm halten. Durch Walken (Filzen) kann das Warmhaltevermögen noch erhöht werden. Die Wolle wird dadurch auch winddicht.

 

Seide

Echte Seide wird aus den Kokons der Maulbeerspinner, so heisst die gezüchtete Seidenraupe, gewonnen.  Die edelste Seide ist die Haselseide, der ca 1000 Meter langen ‚endlose‘ Faden vom Kokonmittelteil. Seide ist bei allen Temperaturen angenehm zu tragen, den sie wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Alle Seidenstoffe können etwas die Hälfte ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Seide gibt die Hautfeuchtigkeit schnell nach aussen ab, kann aber unschöne Flecken verursachen und die Seide brüchig machen. Seide hat eine hohe Reissfestigkeit, ist je nach Qualität und Gewebeart sehr leicht und geschmeidig oder schwer und steif. 

 

Viscose

Viskose ist die ‚natürlichste‘ aller Chemiefasern. Die Zellulose wird zur Spinnmasse gelöst und ist nach dem Verfestigen wieder reine Zellulose ohne chemische Veränderungen. Viskose kann glänzend oder matt hergestellt werden. Je nach Glanz, Feinheit und Kräuselung kann der Viskose ‚Seiden-‚, ‚Baumwoll-‚ oder ‚Wolloptik‘ gegeben werden. Viskose ist saugfähiger als Baumwolle, aber in nassem Zustand nicht sehr reissfest und strapazierfähig.

 

Polyester

Polyester ist die vielseitigste der synthetischen Chemiefasern. Sie ist sehr strapazierfähig, formbeständig, knitterarm und lichtbeständig. Polyester ist zudem weich und geschmeidig und nimmt wenig Feuchtigkeit auf. Polyester ist weitgehend bügelfrei. 

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